En Rogue #6 - Slay the Spire

In dieser Folge von En Rogue stürzen sich Adrian, Jan und Simon auf einen echten Genre-Meilenstein: Slay the Spire, den Wegbereiter des Rogue-Like-Deck-Buildings.

Gemeinsam sprechen die drei über die zentralen Spielmechaniken, das ikonische Design und gehen der spannenden Frage nach, wo Herausforderung aufhört und Frust beginnt. Wie gnadenlos darf ein Spiel sein – und wie viel RNG ist eigentlich noch fair?

Die Folge hier hören.

Es grüßen euch
Adrian, Jan und Simon

Die Grafik von Slay the Spire finde ich
  • das hübscheste Spiel aller Zeiten
  • hübsch
  • zweckmäßig
  • mäh
  • mit Sonnenbrille geht’s
0 Teilnehmende
3 „Gefällt mir“

Es hat mich sehr gefreut, dass Ihr eine Folge zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele gemacht habt. Ich habe es 383 Stunden gespielt und mir fehlen noch acht Errungenschaften.
Habe beim Hören parallel ein bisschen gespielt und es hat direkt wieder total viel Spaß gemacht.
Vielleicht sollte ich mich endlich mal hinsetzen und versuchen Akt 4 mit der Seherin zu schaffen. Die fehlt mir noch.

Vielen Dank!

3 „Gefällt mir“

Gerne, gerne.

Die Seherin habe ich bisher auch noch nicht in den 4. Akt gebracht. War glücklicherweise auch kein Achievement.

Minimalist und Speedrun (unter 20 Minuten) waren für mich die schwierigsten Achievements.

Welche hast du noch offen? Ich hab tatsächlich nur in StS alle Errungenschaften gemacht und mich mal drauf fokussiert. War echt spannend.

Bist Du da sicher?

Die fehlen mir noch und das eine ist doch die für Akt 4 mit der Seherin?

Nein, das bekommt man wenn man auf irgendeiner Schwierigkeitsstufe den Akt 3 abschließt. Die Achievements sind ja mit Release festgelegt worden. Da gab es ja noch keinen Akt 4 und meines Wissens auch nur 10 Ascensions.

Da hast du aber wirklich schon ein paar harte Brocken geknackt. Insbesondere der Sieg unter 20 Minuten. Das war mein persönlicher Endgegner. Da hab ich Wochen dran gesessen.

1 „Gefällt mir“

Hmm, in den Guides steht so:

Nur Akt 3 ist das Amethyst ohne das +

1 „Gefällt mir“

Hm… jetzt bin ich platt. Muss mal in meiner Run Historie gucken. Kann mich nicht dran erinnern mit dem Watcher soweit gespielt zu haben. Aber so wie es da steht, hast du dann natürlich Recht.

1 „Gefällt mir“

Vielleicht verdrängt, weil sie so unschön zu spielen ist. :smiley:

Ich muss mich entschuldigen. Ich hab tatsächlich einen Watcher Heart Kill in meiner Historie. Genau einen :smiley:

1 „Gefällt mir“

Und hier nun mit etwas Verspätung mein Defect A1 Run, um @Adrian ein bisschen Hilfe und Insight beim Defect zu geben :slight_smile:

3 „Gefällt mir“

Slay the Spire kannte ich wenigstens schon mal vom Namen her, ist ja hier auch unausweichlich :wink:

Nach der sehr fesselnden Folge und ein paar weiteren kurzen Einblicken in YT-Videos bin ich erstmal eingeschüchtert von dem Einstieg in das Regelwerk.

1 „Gefällt mir“

Ich glaube fast, ich habe dem guten Spire hier einen Bärendienst erwiesen. Meine Intention war eigentlich den hohen Wiederspielwert des Spieles zu erläutern und nicht in den Vordergrund zu stellen wie “schwer” es ist. Denn das ist es meiner Meinung nach im Grundspiel nicht. Ich habe die ersten 100 Stunden ohne jede Hilfe von Youtube etc. sehr viel Spaß im Spire gehabt und erst als ich mich mit der Streamer Szene auseinander gesetzt habe, fing es an in mir zu lodern, dass ich mehr will. Man kann aber ebenso unendlich Spaß ohne all das Wissen auf niedrigen Ascensions haben.

Das Spielprinzip bleibt ja gleich. Lediglich die Mechaniken, die das Spiel für einen bereithält, werden kniffliger.

Also, daher nochmal deutlich: Der Spire soll Spaß machen!

Niemand muss sich den Wahnsin, den ich mir antue auch antun :wink:

1 „Gefällt mir“

Das Regelset ist auch nicht so wild, wie es scheinen mag - und es gibt ein klasse Brettspiel dazu Slay The Spire: The Board Game - Bestes Angebot für Brett- und Gesellschaftsspiele - Brettspielpreise.de

1 „Gefällt mir“

Keine Sorge, es war kein Bärendienst. Dass Spire in hohen Schwierigkeitsstufen schwer wird, hat mich nicht so sehr beeinflusst. Eher die Menge an Details und Zusammenhängen, die ich durchdringen müsste, bevor der Spaß zu beginnen scheint. Aber vielleicht täuscht mich der Eindruck auch, da selbst spielen ja meist eine ganz andere Erfahrung ist, als passives Miterleben.

Bei der allgemeinen überschwänglichen Begeisterung über Slay The Spire frage ich mich, so rein am Thema interessiert: Wird der zweite Teil nicht einen schweren Stand haben? Was will er dem noch hinzufügen?

1 „Gefällt mir“

Was so bisher durch gesickert ist, wird Spire 2 sich stark am Original orientieren und einige mechanische Besonderheiten mitbringen. Zum Einen natürlich zwei völlig neue Charaktere, die wir aus Spire 1 noch nicht kennen.

Außerdem sollen die Akte variabler werden, was mehr Varianz bedeutet.

Durch die starke Modding Community aus Spire 1 wissen wir, dass gerade Biome und z.b. verschiedene Schmiede Möglichkeiten dem Spiel viel mehr Tiefe verleihen wird. Ich denke wir können also durchaus positiv auf das Release blicken. Ich gehe aber natürlich davon aus, dass der EA viele Veränderungen nach sich ziehen wird. Ich erwarte ein recht Buchfreies aber ungebalanctes Spiel. Die Spire Community ist aber was balancing angeht eine sehr produktive und positive Community.

Also klar, kann schon auch Kacke werden, aber ich erwarte es nicht.

Ich habe den Podcast jetzt auch komplett gehört und möchte zunächst ein Lob aussprechen. Er war sehr informativ, und mir hat die gute und klare Struktur gefallen. Danke dafür! Da ihr im Podcast auf die coolen Aspekte des Spiels eingegangen seid, die ich im Wesentlichen auch so sehe, beschränke ich mich im Folgenden auf meine kritische Perspektive.

Nun ein inhaltlicher Widerspruch zu Simons Argumentation bzw. Zustimmung zu Adrians Kritik: Du (Simon) betonst im Podcast mehrfach, wie einfach das Spiel doch sei, nur um dann im nächsten Halbsatz Dinge zu erwähnen, die man „wissen müsse”. Das Problem ist aber, diese Informationen werden vom Spiel selbst nie oder nur sehr schlecht kommuniziert. Natürlich wird das Spiel „einfacher” bzw. viel lesbarer, wenn man sich stundenlang Guides anschaut, entsprechende Mods zuschaltet bzw. einfach sehr viel spielt und einem dann irgendwann gewisse Muster auffallen. Das kann aber meiner Meinung nach nicht der Anspruch an ein gut designtes Videospiel sein. Warum gibt es z. B. kein Glossar mit detaillierten Informationen zu den unterschiedlichen Gegnern? Warum werden die Wahrscheinlichkeiten für Tränke etc. nicht bereits im Grundspiel angezeigt? Diese Punkte könnte ich jetzt weiter aufzählen. Meiner Meinung nach ist StS, wie Adrian sagt, wirklich sehr schlecht darin, seine Mechaniken ordentlich zu kommunizieren. Anders gesagt, versteckt es sie wahrscheinlich mit Absicht hinter einer gewissen Nebulösität. Ich finde es zumindest bis heute, nach vielen Stunden Spielzeit, immer noch schwer, die Systeme gut zu durchschauen. Das macht die Spielerfahrung mitunter eben frustrierend. Da muss ich Adrian recht geben. Trotzdem hatte ich viel Spaß mit StS und würde sagen, dass Siege mit ein paar Anläufen, mehr Spielzeit und guten Kombos immer häufiger werden.

Und nun noch ein Punkt, den ihr im Podcast gar nicht angesprochen habt und den ich an dieser Stelle ebenfalls kritisch anmerken würde: die geringe Inhaltsdichte. Meiner Meinung nach täuscht die hohe Spielzeit bei vielen SpielerInnen darüber hinweg, dass das Spiel im Vergleich zur Konkurrenz (im Genre) nach einer gewissen Zeit wenig Neus zu bieten hat. Letztendlich kommt es darauf an, worauf man Lust hat. StS glänzt vor allem, wenn es darum geht, sich stark ähnelnde Muster zu meistern. Dafür gibt es relativ wenig Varianz, was Charaktere, Gegner, Karten und andere Systeme angeht – zum Guten oder zum Schlechten.

4 „Gefällt mir“

Ich kann die Kritik grundsätzlich verstehen, finde aber das sie in teilen zu kurz greift. Denn Slay the Spire hat sowohl im Compendium im Hauptmenü, als auch in den Statistiken viele Informationen und Mechaniken aufgelistet.

Dass kein Bestiarium vorliegt, war soweit ich weiß tatsächlich eine Desigentscheidung und ist prinzipiell auch in Ordnung. Die Mod die ich nutze, kann mir auch nicht sagen, was wann passiert, sondern lediglich welche Möglichkeiten existieren. Das weiß ich aber meist sowieso auswendig, daher ist die Mod gar nicht sooo hilfreich, sondern diente beim Akt Guide eher der Veranschaulichung.

Hinsichtlich der Mechaniken im Kampf ist der Spire aber finde ich außerordentlich gut lesbar. Man sieht die Motive der Gegner, man sieht unterhalb der Gegner die wichtigen Mechaniken die für diesen Kampf gelten (Drüber hovern und alles steht erklärt im Tool Tipp).

Slay the Spire soll ja ein Rogue Like Game sein. Und zu diesem Genre gehört nun mal auch, dass der Spieler eine Progression erlebt, einfach durchs spielen. Das ist die Idee des Genres. Dass dem Spire nun zum Vorwurf zu machen, finde ich dann schon fehlgeleitet. Das Rogue Like lebt davon, dass man scheitert und lernt. Dass man als Spieler selbst eine Lernkurve entwickelt und sich denkt: Moment! Hier bin ich vor 4 Runs schonmal gescheitert. Das passiert mir nicht noch einmal.

Um das zu erreichen, braucht es dieses teilweise verborgene. Wenn alle Gegner, alle Winkelzüge, alle Überraschungen offen sind, kann man auch das Rogue Like aus der Spielbeschreibung streichen. Man soll den Spire nicht theoretisch erörtern und dann spielen. Learning by dieing. Das mag vielleicht nicht jedermanns Cup of Tea sein, aber das ist die Idee.

Ich finde daher im Detail die angemerkten Punkte verfehlen ihr Ziel. Die Kritik ist sachlich zwar nachvollziehbar, aber im Kern falsch. Als würde man aus einem Rammstein Konzert kommen und sagen: Spannend, aber war mir ein bisschen zu wenig Jazz.

2 „Gefällt mir“

Cat Smile GIF
die haben wir während Simons Pinkelpause sogar noch etwas angepasst :joy:

1 „Gefällt mir“

Pssst! Das sind doch Infos für das Making of :face_with_hand_over_mouth:

Ich gebe dir recht was den direkten Kampf angeht. Zumindest mir waren einige der Dinge die du in dem Tutorial aufzählst jetzt nicht bekannt und ich hab die auf anhieb beim noch mal spielen nicht im Spiel wiedergefunden; etwa was die einzelnen Phasen der Gegner angeht. What so ever.
Ich bleibe bei dem Punkt, dass ich StS für ein relativ schweres Spiel halte. Und ich Teile deinen Punkt der Progression auch nicht wirklich. Viele Roge Likes haben ja Freischaltsysteme, die das Spiel mit der Zeit einfacher machen. Neben dem Wissen (lernen) über das Spiel bekommst du auch noch andere Sachen an die Hand gegeben. Bei StS fehlen die imho. Neue vergespielte Relikte oder Karten machen das Spiel nicht per se einfacher. Ich will hier garnicht für so Kindergartengameplay argumentieren, sondern nur zum Ausdruck bringen, dass ich Adrian da durchaus verstehen kann.

Zumindest was die Varianz des Spiels angeht finde ich schon das ich mich auf einem Rammsteinkonzert über Rammstein auslasse :wink: Und nicht das hier ein falscher Eindruck einsteht, ich mag StS, bloß halt nicht so sehr wie du Simon.

1 „Gefällt mir“