WWE Wrestling

Yokozuna war in der Kindheit immer mein liebster Wrestler.
Ich erfuhr erst als Erwachsener, dass er gar kein Japaner sondern Samoaner ist.
Schade, dass er so früh gestorben ist.

Was er mit dieser unglaublichen Masse technisch abgeliefert hat, war schon ziemlich stark. Aber er war natürlich schnell im roten Bereich und brauchte seine Pausen. Später wurde ihm wohl der starke Appetit zum Verhängnis. Gibt dazu auch eine gute Doku.

Meine Lieblingswrestler als Kind waren ganz klassisch: Shawn Michaels, Bret Hart und am liebsten mochte ich Razor Ramon. Der und The Heartbreak Kid gegeneinander auch einfach super.

Meine Eltern wollten damals nicht, dass ich das schaue. Daher hat meine Tante mir einfach zwei VHS voll aufgenommen. Auf der dann zufällig das 93er Survivor Match war in dem Owen durch den Zusammenstoß mit Bret die Bruderfehde ausgelöst hat. :heart:

Hab es ab da aber immer nur sporadisch verfolgt. Dafür halt viele, viele Jahre MMA (Pride FC :heart:, UFC bis ca McGregror ab da war Katastrophe, Bellator)

Hier mal meine Tier-List zum persönlichen Hype bzw. dem gelungenen Build-up der aktuellen Matchcard. Ich war echt selten so nicht-gehyped…

Liv Morgan gegen Stephanie Vaquer so weit unten kann ich persönlich gar nicht verstehen.
Das ist doch eins der wenigen, die überhaupt mal richtig Feuer und Story drin haben.
Das würd ich für mich sogar nach A packen, genau wie Finn Balor gegen Dominik.

Mit dem Rest wäre ich einverstanden. :smiley:

Es ist weniger das Match selbst. Da werden die Ladies schon gut was bieten. Aber der Built-up ist einfach Shit. Jede Woche kurz am Mic dizzen und dann backstage aufeinander einhauen. Ich verstehe, dass man mit Steph und ihren Mic Skills nicht viel Story rausholen kann. Aber warum hat man sie dann überhaupt so früh zum Champ gemacht? Dass Liv gewinnt, ist für mich im Vorfeld zu 100% klar. Man hätte sie besser gegen Raquel fehden lassen sollen. Raquel den Titel geben, nachdem Liv sich auf den WHC festgelegt hat, dann hast Du direkt interessante Konfliktpunkte, die über Wochen eskalieren und den JD bei Mania final sprengen könnten. Aber das hier: Meh…

Auch Finn vs. Dom ist nicht sonderlich geil gebooked. Ich hätte es mir eher als IC-Titelmatch gewünscht und in die Fehde Liv/Raquel einfließen lassen.

Aber mei… Longterm Storybooking und WWE ist ja aktuell etwas eher widersprüchliches…

Ich bin enttäuscht dass niemand eine Lanze für Hulk Hogan bricht. Verstehe nicht warum. Thunder in Paradise war in den 90ern auch eine der beste Serien überhaupt.

Ich denke, das hat auch viel mit seinem starken Einsatz für die Republikaner in den USA im allgemeinen und Trump im speziellen zu tun. Ich persönliche lasse solche Geschichten abseits des Ringes außen vor. Sonst hätte ich vermutlich mit einer ganzen Menge an Wrestlern so meine Probleme. Aber abseits davon, dass Hogan das Wrestling überhaupt erst zu einem Mainstream-Ding in den USA und später dann auch in Europa und dem Rest der Welt gemacht hat, fand ich ihn immer schwierig zu mögen. Die immer gleichen Parolen, die immer gleichen Moves, die immer gleichen Finishes, dazu quasi immer ähnliche gestrickte Storylines und als Krönung dann Wrestlemania IX. Seine ganze Backstagepolitik und sein aufgeblasenes Ego hat mit seinen sowohl intern als auch offen vor der Kamera geäußerten Lügen (man frage mal den Undertaker nach seinem Titelmatch gegen Hogan) machen ihn für mich einfach zu einem absoluten Unsympath. Und mit den top cleanen Babyfaces (in der Außendarstellung) konnte ich mich eh nie wirklich anfreunden. Da war für mich der Heel Taker 1990ff und jemand wie Jake Roberts 1000x interessanter…

Wer übrigens Lust auf ein schonungsloses aber sehr unfassbar interessantes Buch hat, dem kann ich dieses empfehlen:

Dadurch das Shamrock neben seiner sehr wichtigen Rolle im Mixed Martial Arts ja auch lange im Sports Entertainment war, sicher auch für Leute in diesem Thread interessant. Auch wenn die Kämpfe da nicht echt sind im Gegensatz zum MMA hat der Tour Schedule einer WWE sicher mehr an seinem Körper angerichtet als die Verletzungen in einem Octagon etc.

Jonathan Snowden ist für mich einer der besten Sportjournalisten ever. Jedes Buch von ihm sofort gekauft und gelesen.

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Ist doch generell so ein Problem im Kampfsport oder (Stichwort: Andrew Tate)? Wrestling ist da nicht schlechter oder besser als z.B. MMA.
ich habe ja wirklich weniger als keine Ahnung von Wrestling & Co, weil ich das schon immer irgendwie stumpf fand. Sowohl das Zuschauen wie auch die Spiele, aber der Nachbarsjunge hat das abgefeiert wie sonst was.
Und ja, Hogan war schon immer irgendwie ein Arsch. Der war schon in Thunder in Paradise weird :smiley:

Gibt es irgendwie so eine Zusammenfassung warum man evtl Wrestling ganz geil finden könnnte? Weil so für einen wie mich, ist eigentlich das geilste am Wrestling der film „The Wrestler“, der ja einfach nur geil ist.

Grundsätzlich sind heutzutage die Movesets und die Spots, die die Wrestler im Match abliefern, schon beeindruckend. Auch wenn es immer noch ein paar One Trick Ponies gibt. Was mir heute etwas fehlt, sind Fehden, die langsam und in sich logisch aufgebaut werden und dann über mehrere Monate in einem Klimax enden. Ich hoffe, das ändert sich bald mal wieder. Es ist eben leichte Kost um das Hirn zu entspannen, mit einem gewissen Soapfaktor.

Auch wenn man das angreifen kann: ich würde hier auch erstmal Werk vom Künstler trennen. Hogan’s Person, inbesondere außerhalb vom squared circle ist schwierig, gelinde gesagt.

Bzgl. seiner in-ring work war er krass limitiert. Klar, groß (vergisst man immer, dass er auch >1,90m ist, weil er ständig gegen die Monster Heels angetreten ist, wirkte er klein), unfassbare hust hust natürliche Muckis. Aber im Ring, naja, seine final 5 moves of doom (erst hulking up, drei Faustschläge, Big Foot, Legdrop) sind zwar legendär, aber es schon krass, wie die Fans selbst nach dem 5 millionsten Legdreop ihn immernoch gefeiert haben als wärs sein erster. Hat das halt durch seine enorme Ausstrahlung und Promos getragen. Und er hat immernoch den Cred für den besten Heel Turn aller Zeiten!

Thunder in Paradise ist davon ab natürlich auch unerreicht… also mit entsprechender Drogeneinflößung. Als Bonbon: hier hat sich der Wrestling Bios Nerd der Serie angenommen und kommentiert:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLIfr8r22OVa1ipxDVtg-Mo04lO_s_C7kK

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Da es hier viele Michaels und Hart Fans gibt, muss man die klassische dividing opinions Frage stellen. Wrestlemania 12 Iron Man Match: Good, bad or ugly?

  • Good
  • Bad
  • Ugly
0 Teilnehmende

Zur Erinnerung wieder Wrestling Bios:

An sich sollte ein Match dieser beiden immer grandios sein. Aber a) hat sich dieses zwischendurch massiv gezogen und b) war Michaels damals ein absoluter Unsympath im und vor allem außerhalb des Rings.

Kurz vor Wrestlemania gibt es übrigens immer mehr interessante Ansichten: “Herr Floeter” hat zum Beispiel die Vermutung, dass man Day 1 bewusst mit der dystopischen Optik begleitet, weil hier die “alte WWE” beerdigt wird und an Day 2 die “neue WWE” startet. Also im Kern: Die “Alten” werden verlieren: Brock, Finn, etc. während die “Jungen” ihre “Ära” starte (HHH liebt ja neue Ära-Ausrufe). Finde ich auch interessant…

und was halten wir jetzt von WM 42?

Day 1 fand ich aggressivly mediocre… Kein Match hatte für mich Tiefe. Main event recht vorhersehbar. Genauso, wie das eigentlich interessante Fatu - McIntyre Match auch. Gunther - Rollins hatte ich mir auch mehr erhofft.

Day 2 hatte ein bisschen mehr pep. Das Brock Match war eher träge aber Dank der Crowd schaubar. Aber „one of the most anticepated matches in WM history“…? Geht’s auch ne Nummer kleiner? Das Leitermatch, wie so häufig, der Showstealer mit ner Menge netter Highspot. Aber auch nur einäugig unter den Blinden. An die legendären TLC matches der Attitude Era kommt das nicht ran. Finn Balor war schon okay… Punk - Reigns auch okay… diese finishing move flut gibt’s ja schon seit Jahren, aber das war mir dann mind. ein GTS und Spear zu viel. Und auch dieses „finishing move stealing“ vom Gegner. Ist ja mal ganz nett, aber passiert mir auch zu oft und nimmt damit das Besondere. Für nen WM main event ziemlich underwhelming. Immerhin mit einem klassichen „never headbutt a Samoan“ spot.

Bin vielleicht auch einfach ein wenig überkritisch und verkläre die alte Zeit, aber naja, et holt mich halt nicht mehr so ab, obwohl das viel athletischer ist, aber dafür mit weniger Herzblut.

Ich hatte ja Wrestling schon länger nicht mehr aktiv verfolgt, aber was mir aufgefallen ist: viele Matches hatten diesen „buh“-„yay“ spot. Ist das ein neuerer Trend? Das fand ich nachdem ich das in zwei Matches gesehen haben, schon vollkommen beliebig und eher störend.

Also Nacht 1 hat mich ziemlich enttäuscht. Wie Du schon sagst: Es gab kaum Matches mit einem langen Aufbau.

Das erste Match war einfach zum Nutzen der Reichweiten von Logan Paul und Ishowspeed in der “freien Stunde” bei ESPN, um neue Kunden zu gewinnen. Speed hat hier übrigens für einen Celebrity durchaus gut performt.

Fatu vs. McIntyre war okay. Aber für ein so hoch als “unsanctioned” gehypedes Match mit Würfen von Hauswänden uvm. war es einfach ein ganz guter Brawl mit unspektakulärem Finish.

Das Damen-Match war schon vorher uninteressant. Durch Paiges Rückkehr musste man sie im Grunde gewinnen lassen. Die Paarung mit den Bellas wirkt aber ziemlich random. Da hätte man auch auf ein 3-Team-Match reduzieren können und Platz auf der Card für Iyo vs. Asuka geschaffen. Für Paige hätte sich schon ein anderer Spot gefunden.

Rollins vs. Gunther war für mich tatsächlich das Highlight an Tag 1. Gut, dass Gunther nicht wieder in seinen langsamen Sleeperhold-Stil wie gegen Cena oder Styles verfallen ist. Breakkers Spears waren zwar eher unpräzise, aber sein Auftauchen an sich war natürlich stimmig.

Becky/AJ war schon vor Mania durcherzählt und leider ist AJ keine gute Workerin. Das Einzige, was mich hier noch abgeholt hätte, wäre wirklich eine anknüpfende Storyline mit Jessica Carr gewesen, die ggf. sogar in einem Match der Beiden bei Backlash o.ä. gipfeln könnte. So war es aber ein solides Match, mehr aber auch nicht. Hätte auch bei RAW stattfinden können.

Stephanie Vaquer vs Liv Morgen war kein schlechtes Match, fühlte sich aber - wie so viele Matches - sehr gehetzt an. Die Matchzeiten waren allgemein unangenehm kurz. Dass Liv gewinnt, war ohnehin klar. Steph ist zwar in-ring recht gut, aber am Mic einfach noch nicht bereit für die große Bühne. Unpopuläre Meinung: Sie sollte den “Devils Kiss” vielleicht mal weglassen, um ihr mehr Seriosität zu geben. Auch der Wechsel des Theme-Songs hat ihr nicht gut getan. Übrigens finde ich Livs neuen Song auch nicht wirklich gut. Ging mir bei Becky aber auch so - deren Song finde ich mittlerweile echt gut.

Und dann das unsägliche Main Event: Komplett inkonsequentes Storytelling im Vorfeld, McAfee als unnötiger Störfaktor – vielleicht einfach, damit Randy auch Heat zieht!? Dann ein random Turn von Randy gegen Pat. Man hätte es so einfach haben können: Cody/Randy mit ihrer Vergangenheit erzählen, Randy auf 09er Modus bringen ist okay; kam bei Smackdown nur zu sehr aus dem Nichts. Weg mit Jellyroll und anderen “Externen”. Einfach nur ein gutes Wrestlingmatch. In Night 2 hat das auch funktioniert.

Kommen wir zu Night 2:

Brock vs Oba war ein echter Hammer zu Beginn. Vorallem natürlich wegen dem Karriereende (?) von Brock. Das Match selbst hatte ja nur zwei Möglichkeiten: Oba extrem over zu bringen (was passiert ist) oder Brock durch Eingriff Gunther siegen zu lassen.

Das 6-Mann-Leiter-Match war das erwartete Spotfestival. Besonders Rusev ist mir da positiv aufgefallen, wie er die Moves der anderen gesellt hat und z.B. dafür gesorgt hat, dass J’vons Super-Cutter überhaupt funktioniert hat, indem er ihm entgegen sprang. Hat Spaß gemacht.

Dom vs Finn kam leider mindestens ein Jahr zu spät. Diese permanent erzählten Spannungen der beiden liefen wirklich ewig lange und ein Split des JD ist überfällig und hiermit eventuell eingeleitet. Ich hätte den Demon-Charakter nicht gebraucht, der “echte” Finn hätte storytechnisch viel besser gepasst. Match war absolut okay, aber eben auch kein Event, von dem man noch Jahre sprechen wird.

Samy vs Trick war ebenfalls ohne große Überraschungen. Ich finde es gut, dass man Samy jetzt etwas mehr Tiefe im Charakter gibt und ihn vielleicht zum neuen “Ultimate Opportunist” macht. Tricks Sieg war konsequent - ich hoffe, man greift jetzt seine NXT-Vergangenheit mit Melo auf, um hier eine Fehde zu erzählen und dabei vielleicht auch Zuschauer für NXT zu begeistern.

Jade vs Rhea hat mich positiv überrascht, weil Jade in-ring tatsächlich gut performt hat. Rhea hingegen scheint seit ihrer Schulterverletzung doch muskulär abgebaut zu haben und hin und wieder Probleme mit den Powermoves zu haben - sah man auch schon in den Houseshows. Outside interference war ja obligatorisch. Aber ich weiß nicht, ob es jetzt wirklich soviel bringt, Rhea den Titel zu geben, solange da noch der BFF-Arc mit Iyo läuft. Jade hätte man ein starkes Stable à la Bloodline geben können, das ihr hilft, den Titel weiter zu verteidigen. Aber naja…

Und das Main Event: Einfach WOW! 2 Wrestler, ein Ring, kein Bullshit, keine Interference - nur Storytelling durch das Match selbst. Hat mich echt überrascht.

Insgesamt hat Night 2 das Event wirklich gerettet. Night 1 war maximal eine 5/10, Night 2 dafür locker eine 8/10.

Meine 2 cents…

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Sidenote: Sie hat vor kurzem öffentlich gemacht, dass ihr Verlust an Gewicht/Muskeln nicht durch die Verletzung sondern durch eine Essstörung kommt.

Zur Show kann ich noch nicht viel sagen durch Zeitmangel. Ich bin erst bei Kampf 2 von Night 1.

Was mich aber schon enttäuscht: Ich habe eine Grafik gesehen, dass die Frauen Matches INSGESAMT nur eine halbe Stunde gehen. Was z.B. allein die Matchzeit von CM Punk war.

Ich möchte gar nicht so viel Text zu den einzelnen Matches schreiben.

Tag 1 war für mich 3/5 Sterne, Tag 2 4/5.
Ich habs nur so nebenbei geguckt und dafür wars ok.

Meine Hochlichter:

  • CM Punk gegen Roman Reigns
  • Brock Lesnar gegen Oba Femi wurde mit dem Karrierende von Brock Lesnar besonders denkwürdig
  • Das beste Match von Jade Cargill bisher. Ich finde sie wird immer besser. Wenn sie sie häufiger antreten lassen, könnte ich mir vorstellen, dass sie da noch einiges zeigen kann. Sie bringt mit ihrer Power ja auch etwas mit, was nicht so super viele andere Wrestlerinnen haben.

Im ersten RAW jetzt haben sie ja auch schon einige Weichen für die Zukunft gestellt.
Bin mal gespannt.

Das mit den Matchzeiten fand ich generell fragwürdig, bei den Frauen aber um so mehr. Auch der Vergleich Matchzeiten / Entrancezeiten / Werbezeiten war heftig…