Geht mir genauso. Habe aber auch zwischen 2000 und 2008 auf einem Board über 30.000 Posts gemacht. Da lebt man das Forum ![]()
Die Medien gab es vorher vermutlich auch und das hat nichts mit der von gestellten Problemstellung zu tun. Mir geht es darum, dass Personen nur noch das sehen zu sehen bekommen, weil es die Algorithmen darauf optimieren. Oder anders: Aufmerksamkeitsoekonomie.
Das waren sie noch nie. Communities gab es seit eh und jeh, es geht rein um die Aufmerksamkeit und das Vergraben in die eigene Bubble/Community/Realität. Wenn man sich immer nur in einem selbstverstaerkenden Kreis bewegt, dann ist das nicht gut. Nie. Und das ist genau das was leider das Internet aktuell ist. Es wird optimiert was klickt, die eigene Bubble irgendwie weiter befruchtet (z.B. Nius oder was auch immer eine links-version ist) und künstlich verstärkt wird, obwohl die allgemeine Wahrnehmung eine ganz andere ist. Das lässt sich ja auch ab und zu richtig beobachten: Die komischen Montags-Demonstrationen von Links-Rechts gegen Migration in Ostdeutschland, Anhänger von Wagenknecht/Identitäre/Esoterikern/… Das sind alles Gruppen die kaum noch Informationen außerhalb ihrer Wahrnehmung interagieren, dabei wäre es sogar weniger schädlich dann die kostenlose Bildzeitung in der S-Bahn in die Hand zu nehmen, statt auf das Handy zu schauen.
Oder vielleicht kürzer und leichter zu verstehen: Der Wandel von einer Informationskultur zu einer Aufmerksamkeitskultur im Internet ist scheisse, gefährlich und betrifft alle.
Vielleicht mal so eine LLM fragen ob sie einen phpBB Discourse Theme machen kann inkl. Plugin mit zufaelligen Signaturen pro User.
Abgelehnt! ![]()
Warum?
Das waere doch nostalgie pur!
Weil Discourse so wie es für uns hier funktioniert einfach geil ist. Mich graust es immer, wenn ich in so alten gammeligen Foren reinschreiben muss. Da kannst teilweise ja nicht mal „Pokémon“ schreiben, ohne dass es dir das é durch irgendeinen Blödsinn ersetzt.
@tilmobaxter, wer ist hier nun die alte Seele? ![]()
Dein Point war, das die Fragmentierung und Blasen das Problem seien, oder? Gut, aber dann ist schon die Frage, was hat sich geändert? Und was ist „das“ zu sehen bekommen. Ökonomie, Medien und Politik sind ja auch früher keine von einander zu trennenden Sphären gewesen. Und die von dir erwähnten Algorithmen werden eben nicht nur auf ökonomische Verwertbarkeit optimiert. Der aktuelle Zeitgeist, die herrschende Politik spielen da eine sehr große Rolle, siehe USA oder China. Wenn man jetzt dafür ist, dass es weniger Fragmentierung gibt, müsste man ja auch beantworten, was eigentlich weg soll. Und da komme ich zu meinem Punkt oben zurück, aus einer linken Perspektive bin ich froh, dass es eben noch Meinungspluralismus gibt und der gerade im Internet stattfinden kann.
Klar, kann man das kritisieren und ich teile die Problemlage auch in Grundzügen. Aber da sollten wir alle eher bei uns anfangen, statt mit dem Finger auf die vermeintlichen Meinungskorridore bei den anderen zu zeigen. Wie oft liest du denn Medien, die dein eigenes Weltbild wirklich kritisch herausfordern? Wie oft sprichst du mit Menschen, die fundamental anderer Meinung sind? Ich denke zum Beispieö, dass, km mam auf M10Z zurückzukommen, in der Gaming Bubble einfach gar kein kritisches Bewusstsein für das eigene Hobby vorhanden idt, wenn es um das Thema Ökologie geht. Dieser Aspekt wird einfach ausgeblendet, obwohl allen klar sein sollte, dass der ressourcen und energieverbrauch im Gaming Sektor immens ist. Es ist letztlich also heuchlerisch zu meinen, man sei der aufgeklärte Teil der Gesellschaft und das Problem läge bei den anderen.
ist doch nur das aussehen, nicht die funktionalitaeten. und du willst kein geile PC spec signaturen mit geilen Bannern?
Ist es auch, aber dadurch dass die Aufmerksamkeit sich ausschließlich in diesen Bereichen bewegen durch die stetige Optimierung der Aufmerksamkeit. Die Gruppen bekommen nicht mehr so viel Informationen von außen, die einen Austausch erleben. Das ist der Unterschied, dass es immer weniger eine durchlaessige Membran gibt.
Ich verstehe gar nicht was das mit einer linken Perspektive zu tun hat. Das ist ein absolut Spektrum-neutrale situation, die alle Gleichermassen betrifft und agieren. Ausserdem sind ja die Rechten genauso froh darueber ihre Ausguesse freien lauf zu lassen.
Taeglich? Mein RSS Feed ist jetzt nicht bespickt von Nischen, aber enthaelt jetzt alle groesseren (und serioesen) Medien von Links, rechts, liberal, technokratisch… natuerlich ohne extreme.
Das ist wie der Unterschied zwischen Spotify und Plattengeschaeft (romantisiert naetuerlich, weil kann man auch genauso darstellen): In Spotify kriegst immer die selbe Rotze ‚kuratiert‘ die fuer Spotify am guenstigsten sind oder am meisten Klicken oder bezahlt wird. Mit wenig Interaktivität zwischen den Usern. Das merkt man an deren generierten Playlisten extrem. Im Plattengeschaeft gibt es erstmal Queerbeet alles und Taylor Swift steht neben der neuen In Flames Platte. Dazu kommt noch dass mit anderen im Geschaeft interagiert werden und ein Austausch von Meinungen, Musikgeschmack, Empfehlungen entsteht.
Keine Ahnung ob der Vergelich irgendwie hinhaut, ich musste random gerade an @tilmobaxter denken ![]()
Ich hatte in diesen Foren imho nie eine Signatur, das war mir immer viel zu affig.
Die ganzen Theorien von wegen Filterblase/Bubble sind doch mittlerweile als umstritten angesehen und sehr fragwürdig, ob das so überhaupt alles so stimmen soll, was da alles reingedichtet wird an Auswirkungen und Problemen.
Dieser Vergleich hinkt. Auch der Plattenladen kuratiert sein Angebot danach, was sich verkaufen könnte – er muss es sogar. Gleiches gilt für die großen Medien. Worüber wird berichtet und warum? Inwieweit diese Kuration wirklich pluralistisch ist, kann man natürlich kritisieren. Da würde ich die klassischen Medien der Mitte mit oder ohne Algorithmus aber nicht ausnehmen. Die Bildzeitung war zum Beispiel früher auch schon absoluter Trash. Für die „Verdummung” oder einseitige Berichterstattung durch Springer brauchte es also kein Internet. Aber ich halte es da eh wie @VfBFan: Die Auswirkungen von Bubbles etc. sollten wirklich nicht überbewertet werden.
Immer weniger. Die meisten Studien waren vor 2020 und mit kleinen Gruppen (im Sinne von: 5 Personen machen eine Suche) oder als Gedankenexperiment. Die Studien die sich das gesellschaftlich angesehen haben sind da weitaus kritischer. Jetzt sind wir aber auch schon weiter und die Situation sieht auch anders aus. Ein Blick auf Truth Social, Twitter und Tictoc zeigen solche abgekapselten Communities sehr schnell(oder das WhatsApp meiner Mutter). Oder ein Besuch in die entsprechenden Gruppen. Vermutlich machen die Firmen das nicht Absicht, sondern ist Konsequenz aus dem Optimierungsziel.
Jo, habe ich ja sogar geschrieben ![]()
Also mein letzter Stand war, dass die Spaltungsthese, worauf du ja hindeutest oder?, so für Deutschland nicht haltbar ist und es durchaus großen Konsens gibt.
Spielst du auf die Studie von 2023 an von der FU Berlin an? Die hat, wenn ich mich recht erinnere, allerdings durchaus gesagt dass die Spaltung vorhanden ist und zwar auch da wo man sie erwartet: Überall da die nicht auf der Mitte stehen. Es hängt aber auch stark von den Themen ab. Irgendwie kann ich die auch gerade nicht aufrufen und bekomme ein 404
Generell muss ich aber auch sagen: Sich nur auf DE zu beziehen ist nicht gut, in einer vernetzten Internationalen Welt und in einer Zeit in der Staaten immer stärker von externen Faktoren bestimmt werden.
Habe mal hier mal schnell eine Paperliste gemacht die ich aus meinem Zotero rausgezogen habe. Sind jetzt nur neuere und die ich so mitbekommen habe, aber man merkt bei auch generell so wenn man Paper in dem Bereich sucht, dass es da seit ca. Corona einen starken Wandel gab bzw. es überhaupt die ersten „anständigen“ Paper gibt. Gerade das erste ist ganz witzig, weil es phyiskalsich versucht zu erklären wie es dazu kommt. Ich habe es nicht ganz verstanden, da fehlt mir glaube das Backgroundwissen um das ganz zu verstehen.
https://doi.org/10.1098/rsif.2020.0752
https://doi.org/10.1177/17456916231185057
https://doi.org/10.3390/bs12020051
https://doi.org/10.2139/ssrn.4257210
Nein. Ich beziehe mich auf die Ergebnisse aus den Studien von Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser, die sie in ihrem Buch Triggerpunkte – Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft zusammengefasst haben. Darin widerlegen sie mit sehr hochwertigen qualitativen und quantitativen Daten das gängige Narrativ einer gespaltenen Gesellschaft. Was den Vergleich des Spaltungs- und Polarisierungsgrads angeht, würde ich auch widersprechen. Die amerikanische Gesellschaft ist beispielsweise viel gespaltener als die deutsche. Das wäre, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, beides ist Obst, aber halt doch eine ganz unterschiedliche Frucht.
Weißt du ob die von dir genannten Studien auch die Einstellungslevel der Nutzer*innen untersuchen, also es zu Einstellungsverschiebungen, durch den einseitigen Medienkonsum kommt?
Der nächste M12G-„Skandal“ zeichnet sich ab, mehr ab Mittwoch … (kein Aprilscherz!)
Allermindestens eine weitere Person hier aus dem Forum wird genauso wenig begeistert sein wie ich.
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@lnhh würde auf diesen Post so antworten:

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Nice, nice, nice!
Wir feiern diese Woche fünf Jahre FM4 Game Podcast! Robert Glashüttner und Rainer Sigl nehmen das zum Anlass, ausführlich über den (deutschsprachigen) Spielejournalismus zu sprechen. Es unterstützen sie dabei namhafte Kolleg:innen, und zwar (in der Reihenfolge ihres Auftretens) Alexander Amon (Der Standard), Christina Kutscher (Debuff), Dom Schott (OKCOOL), Manuel Frisch (IGN Deutschland, Insert Moin), Lea Irion (freie Spielejournalistin), und Dennis Kogel (Indie Fresse, Browser History).
Warum nur ist niemand von M10Z mit dabei? ![]()
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Off-Season vorbei, heute meine erste Rennrad-Runde.
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175 Tage Pause waren es!
Es sollte eine kurze und relativ „lockere Runde“ werden … kennt man. ![]()
Garmin sagte: Schwelle ![]()
Wo gehören eigentlich Link Tipps hin?
Anyway… der ARD KI Podcast hat ein KI Spiel (Demo) rausgehauen.
Ein rundenbasiertes Kreaturen-Kampfspiel bei dem du die Fähigkeiten deiner Kreaturen frei erfinden kannst. Eine KI evaluiert was passiert, wenn zwei Fähigkeiten aufeinander treffen.
Da ich den Podcast gerade nicht aktiv höre, habe ich noch nicht das Podcast Begleitmaterial dazu gefunden oder andere Artikel. Vielleicht kommt da noch mehr zu Release. Auf LinkedIn wurde @christianschiffer erwähnt dazu…
Habe es mir schon angeschaut, aber das dauerte mir zu lange ein Duell zu machen. Prinzipiell was man machen kann ist aber direkt den Server im Hintergrund die Prompts zu schicken und zu gucken ob die aktzeptiert werden
dann braucht man nicht diese Chip-Splitter dafuer auzugeben.
Was ich nicht ausprobiert habe ist ob man nicht einfach den Prompt abfragen kann gegen den Geprueft werden kann. Das ist schon ganz okay abgegrenzt, dass es nicht mit plumpen Versuchen einfach irgendwas durchlaesst.

