Pixelplausch #17

Hallihallo liebe Freund:innen des Pixelplauschs!

Wir präsentieren Euch Folge 17, in der wir neben unserem M10Z-Podcast-Kollegen Marcel auch zwei hochkarätige externe Gäste auf unserer virtuellen Wohnzimmercouch begrüßen durften, nämlich André Eymann von Videospielgeschichten.de und den Indiegame-Entwickler Johannes Thimme (Studio “Quality Time”). Und wir hatten auch richtig “deepe” Themen am Start:

  • Steile These - Es gibt keine schlechten Spiele! (von André)
  • Reizen Euch Spiele im Wertungsbereich zwischen 70 und 80? (Marcel)

Ihr werdet tiefgehende Vorträge hören, das ein oder andere durchaus flammende Plädoyer, aber auch eine Gesprächsrunde, in der manchmal ewas Verwirrung darüber herrscht, was denn nun genau die Frage ist… Typisch pixelplauschig halt :slight_smile:
Leider hatten wir dieses mal auch mit dem ein oder anderen technischen Problem zu kämpfen, also seht es uns bitte nach, wenn es manchmal hallt oder ein Echo zu hören ist.

Hier noch ein paar Links zu einem Videospiel und zu zwei Artikeln auf videospielgeschichten.de:

Nun wie immer viel Spaß beim Anhören der Folge! Und wenn Ihr mitdiskutieren oder uns Feedback geben wollt, besucht uns doch in unserem Forum oder auf unserem Discord-Server!

Gibt es „schlechte“ Spiele?
  • Abgesehen von Spielen, die wegen Bugs nicht spielbar sind, würde ich nie ein Spiel als „schlecht“ bezeichnen!
  • Der Spaßfaktor ist schon ein Kriterium. Ein Spiel, dass (mir) absolut keinen Spaß macht, würde ich unter Umständen schon als „schlecht“ bezeichnen.
  • Die Qualität eines Spiels ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es es objektiv schlechte Spiele eigentlich nur theoretisch geben kann.
  • Ist doch ganz klar: Ein Spiel, dass unter einem bestimmten Metascore liegt (sagen wir z. B. 30) ist schlecht!
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Keine Antwort passt so richtig für mich. Anhand des „Spaßfaktors“ ein Spiel als gut oder schlecht einordnen, nö. Die Qualität ist von vielen Faktoren abhängig, ja. Aber warum soll es objektiv schlechte Spiele dann nur theoretisch geben? Das leuchtet mir nicht ein. Das mit dem Metascore ist mir zu simpel und „dumm“. Und wegen Bugs, das beträfe dann rein nur die technische und nicht auch inhaltliche Ebene.
Somit heißt meine Antwort: Alles war mir nicht gefällt, egal warum, ist einfach ein schlechtes Spiel :face_with_tongue:

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Es ist ja zugegebenermaßen auch eine sehr steile These von @VSG gewesen und eine, die man vermutlich nur sehr subjektiv beantworten kann.

Wie viel Geld bekommt @DerJan, wenn er im Pixelplausch Disco Elysium erwähnt?

:joy: ja es ist ein Trauma darüber muss man reden

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Das Trauma lässt sich auch nicht so einfach kurieren. :wink:

Spiele zwischen 70 und 80 sind also eine Wundertüte, fast schon Mittelmaß und ein Überraschungspaket sowieso. Ihr Banausen!

Ist doch auch nur so, weil die Wertungsskalen von den Reviewenden und somit auch der Metasammeldiensten so kaputt sind. Man hat eine theoretische Skala von 0 bis 100 oder 1 bis 10 und nutzt davon so 15 Prozent. Ziemlich dumm.

Meine persönliche Skala sieht da schon etwas anders aus und ist gleichermaßen für Filme und Videospiele kompatibel, so nämlich!

Durchschnittliches Spiel oder Film: 5 Punkte, zack fertig

Das ganze Thema haben der liebe @tilmobaxter und ich vor gar nicht allzu langer Zeit im Discord durchdekliniert, höchst präzise und quasi schon fast wissenschaftlich hergeleitet.

Ein Auszug:

Til: Von dem Regisseur war Evil Dead Rise. War ok.

Ich: Dann pass mal deine Letterboxd-Wertung von Evil Dead Rise an. :face_with_tongue:

Til: Ne passt

Ich: Okay von Til sind also 3,5 oder mehr Punkte. :open_mouth:

Til: 6/10 ist doch der Inbegriff von okay.
07/10 ist dann okay aber mit Tendenz zu gut. :joy:

Ich: 5 ist okay!
5!
Fünf!
(Im Zehnersystem)
5 okay, 6 gut, 7 richtig gut, 8 sehr gut, 9 herausragend, 10 Meisterwerk. So nämlich!

Til: Also in imdb-Zahlen stimmt das nicht. :joy::joy::joy:
Das ist ja wie im Gamesjournalismus. Von einer 05/10 lasse ich schon die Finger. 06/10 kann man mal gucken.
Das ist ne 70-80 in Videospielprozent. :zany_face:

Ich: Du willst es einfach nicht verstehen, ist okay. :winking_face_with_tongue:

Til: Du meinst ist 06/10.

Ich: Also eine 5 von 10.

Mein Fazit zu obiger Diskussion:

Früher war meine Definition von sehenswert eine 7/10, also die Frage „Würde ich mit dem jetzigen Wissen, nachdem ich den Film angeschaut habe, ihn nochmal sehen wollen“ Also nicht als Zweitsichtung, sondern quasi die Erstsichtung, ja ist etwas kompliziert ausgedrückt, aber ich denke, dass du weißt was ich meine, oder?
Mittlerweile ist das aber bei mir die 6/10, alles darunter ist dann „Zeitverschwendung“ gewesen.

Und was heißt das nun für Spiele?

Da die deutlich zeitintensiver sind als Filme, und bei einem mittelmäßigen Videospiel ich nicht selig kurz einschlafen kann und die Handlung trotzdem voranschreitet, breche ich dort 6er-Titel (eigene Wertung) schon auch ab, wenn kein Ende absehbar ist und mich das Gameplay zu sehr nervt. Das würde ich bei Filmen nicht machen, da schaue ich auch welche mit einer Wertung von 4 oder 5 bis zum Ende an.

PS: Gone Girl und Victoria sind beides sehr gute Filme, aber Victoria hat doch nix mit B-Movie zu tun, oder habe ich das falsch verstanden?

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Die einzig wahre Wertungsskala war ohnehina ls jede einzelne Kategorie bewertet wurde.

5/10 ist gerade so bestanden, aber erhebliche Maengel. Also quasi eine 4- in der Schule, bei der der Lehrer schon mit seinem Gewissen kaempfen muss, ob man den Schueler wirklich bestehen laesst oder nicht.
6/10 kann man schauen und evtl sogar richtig gut finden.
7/10 Gut.
8/10 Banger.
9/10 Mega Banger.
10/10 Darf es nicht geben, sonst gaebe es keine Verbesserung mehr.

Diese dunklen Zeiten sind zum Glück hinter uns. Man kann das doch alles in Textform ausführlichst breittreten, aber bitte nicht als einzelne Wertungen angeben.

Hat Mängel, ja klar. Aber was bestanden? Den Geschmackstest? Wir sind doch hier nicht bei einer Matheprüfung, bei der es nur eine richtige Lösung gibt, inklusive leicht variierendem Lösungsweg.

Einfach nein, nein, nein. :smiley:

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Ich tendiere schon auch zu der Meinung, dass die aktuellen Bewertungen von Spielen die zur Verfügung stehende Bewertungsbandbreite nicht hinreichend ausnutzen. Meiner Meinung nach sollte ein Titel (egal ob Spiel, Film, Buch oder sonst etwas), der/das „ganz ok“ war - also halt Durchschnitt - auch eine 5/10 bekommen. Aber heutzutage bekommt so ein Spiel halt gleich mal eine 7,5/10.
Gleichzeitig bin ich aber auch bei @Adrian und der Auffassung, dass es ein Spiel mit 10/10 eigentlich nicht (oft) geben kann, vielleicht einmal pro Jahr oder eines von 10.000. Es könnte sein, dass ein Spiel in (gedachten) Unterkategorien, wie Gameplay, Grafik, Burgfreiheit, Spielspaß etc mal eine 10/10 bekommt, aber in der Gesamtwertung liegt es halt dann doch „nur“ bei 9/10 oder 9,5/10.

Wer eine 10/10 vergibt hat keine Standards.

Doch. Das war geil. Ich will sogar noch mehr. Animationen, Texturen, Sprite Qualität, Leistung, gameplay, Handlung, Gesamtwertung, Figurendesign.

Ich will dass spiele so numerisch durchbewertet werden wie Fußballspiele. Das ist geil.

Also doch bei zwei Spielen pro Jahr auf Steam? :grin: