Pixelplausch #08 – Über Grafik und Komplexität in Videospielen, oder “früher war alles besser

In der 8. Folge von Pixelplausch begrüßen wir wieder “nur” zwei Gäste in unserem heimeligen Wohnzimmer, aber sie sind natürlich wie immer höchst geschätzt und willkommen! Gemeinsam mit Marcel aka kkuez, unserem Podcast-Host-Kollegen von M10Z, und Dennis, den ich (Georg) über Videospielgeschichten.de kennengelernt habe, der aber noch in zig anderen Projekten und Communities aktiv ist (hört Ihr alles in der Folge) diskutieren wir über folgende Themen:

  • Grafik wird überbewertet - Früher war Grafik bei Spielen doch nicht so wichtig!

  • Komplexität wird überbewertet - Früher war doch alles einfacher - und besser!

Wir diskutieren intensiv und durchaus auch kontrovers über diese beiden Themen und argumentieren dabei anhand diverser Videogame-Beispielen, die wir Euch hier aber nur auszugsweise verlinken können, weil wir gar nicht mitgekommen sind, alle zu notieren:

Zum Abschluss wie jedes der Hinweis auf unsere Website. Außerdem freuen wir uns immer sehr darüber, wenn Ihr uns im Forum oder auf unserem Discord-Server besucht.

Lasst uns auch gerne Feedback da, ob überschwänglich lobend oder konstruktiv kritisch. Engagierte Diskussionen sind ausdrücklich und ganz besonders willkommen! :slightly_smiling_face:

Hier noch eine kleine Umfrage zum Thema:

Komplexität in Videogames…
  • … finde ich super! Immer her damit. Es kann für mich gar nicht komplex genug sein.
  • … sollte nicht zu kurz kommen! Immer nur „einfache“ Videogames spielen macht ja auch keinen Spaß.
  • … kann Spiele auch kaputtmachen, wenn sie überhand nimmt. Das muss sich schon die Waage halten. Sowohl innerhalb eines Spiels als auch im Angebot insgesamt. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
  • … gibt es meiner Meinung nach zu viel. Ich habe oft nicht (mehr) die Zeit und/oder Lust, mir in einem Videospiel den Kopf zu zerbrechen oder tausende Parameter im Blick zu halten. Die besten Spiele sind die, die dumm und geil sind.
0 Teilnehmende

Und nun viel Spaß mit der Folge!

Jan, Dennis, Marcel und Georg

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zur Komplexität:
Komplexität ist halt so eine Sache. bei Aufbauspielen funktionieren diese in der Regel super, weil sie oft lesbar sind und in einem logischen zusammenhang neue Mechaniken eingeführt werden. Das Problem dabei ist allerdings jedesmal, dass man ein Problem hat wenn man das Spiel längere Zeit nicht anrührt. Das macht spiele wie Factorio, Minecraft u.a. auf dass diese zwar nicht komplex sein müssen, es aber durchaus werden können.
Ein Anstoss funktionierte mit der komplixtät ja auch, weil es durchaus alles nachvollziehbar ist.

Zu Grafik:
Früher waren die alle viel Grafik- und auch Audio-Geiler als heutzutage. Grafik macht keine großen Schritte mehr, eher sogar Rückschritte (FSR, DLSS) und es wird mehr darauf geachtet, dass die Grafik zum Spiel passt. Das sind dinge die früher nicht unbedingt passierten. Früer ging es aber um jeden einzelnen geileren Pixel, den erweiteren Farbraum, Polygonzählerei usw. Das ist alles in den Hintergrund geraten und man nutzt Grafik sehr viel stärker um auch informationen zu vermitteln oder atmosphäre zu schaffen.

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Ziemlicher Hot Take, dass als Rückschritt zu bezeichnen. Da wünscht sich wohl jemand die flimmernden Spiele der PS3-Ära zurück? :upside_down_face:

Hochaufgelöste Texturen, kein Tearing und ohne Flimmerei, das war mir früher schon wichtig. Alles andere an Verbesserungen nahm man eben auch mit. Große Sprünge in kurzer Zeit wird es nicht mehr geben. Hoffentlich wird mit der PS6 Raytracing effizient genug möglich sein, so dass dies dann (fast) überall standardmäßig sinnvoll genutzt werden kann und wir somit kein kaputtes Lighting mehr “ertragen” müssen.

Grafik ist auch etwas pauschal als Begriff, zählen da tolle Animationen dazu oder nicht? :melting_face:

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Weder FSR noch DLSS verbessern die Bildqualität. Das können sie auch perse nicht. Und beheben auch nicht die Probleme die du nennst, sondern das sind Dinge die perse einfach besser wurden mit der Zeit. Es gibt auch Spiele wo Upscaling eben genau deine geschilderten Probleme verursachen :wink:
Die Technologie dient dazu mehr Frames zu generieren mit wenig einbüßen in der Qualität (was manchmal gut und manchmal schlecht funktioniert). Das funktioniert auf dem Steam Deck z.B. hervorragend, weil man die Fehler eh nicht sieht. Auf dem PC hingegen eher.

Das war ja auch eine große Kritik an Nvidia dass die 5xxx in performance kaum zugelegt haben, sondern ausschließlich mit DLSS, was prinzipbedingt auch auf der 4xxx Generation ähnliche Leistungssteigerungen bringen würde.