Ich habe mir die Folge heute auf dem Weg in die Arbeit angehört. Und obwohl ich noch nicht ganz damit durch bin, wollte ich trotzdem schon Feedback da lassen solange meine Eindrücke noch frisch sind. Vor allem die beiden Themen „da traue ich mich nicht ran“ und „gut oder böse“ haben mich total gefesselt.
Beim hören gehe ich richtig mit und mache mir dazu meine eigenen Gedanken, fast so, als würde ich mit diskutieren. Durch eure Impulse werden meine Gedanken dann aber auch immer wieder in andere spannende Richtungen gelenkt. Das macht total Spaß.
Ein paar Gedanken die ich beim Hören hatte:
Zu „Da traue ich mich nicht ran“:
Für mich war es spannend, die Frage positiven zu stellen: „Was muss ein Spiel erfüllen, damit ich mich ran traue?“ also damit ich richtig Bock drauf hab. Dafür müssen glaube ich viele Boxen gecheckt werden: Genre, Story, Spielmechanik, Setting, Artstyle, Komplexität, Oberthema, zu erwartendes Zeitinvestment, vertraute Mechaniken, neu Erfahrungen, und so weiter.
Wenn nur einige wenige dieser Punkte nicht meinen Vorlieben entsprechen, hab ich aufgrund der vielen passenden Aspekte vll immer noch Lust auf ein Spiel, Trau mich aber ab einem gewissen Punkt „nicht mehr ran“. Je nach Aspekt habe ich dann z.B. Angst dass mir das Spiel zu leicht oder zu schwer ist, mich thematisch nicht abholt oder mich vom Artstyle her abstößt.
Wichtig: ich hab trotzdem noch Interesse an dem Spiel weil dieses und jenes eben schon viel versprechend erscheint. Es muss aber immer noch etwas vorhanden sein was mich an einem Spiel reizt. Ansonsten hab ich einfach keine Lust auf einen Titel. Vom nicht ran trauen kann dann keine Rede mehr sein.
Zu „Gut oder Böse“:
In Kotor: Ich will im Spiel mehr noch als im richtigen Leben, dass alle mich mögen. Böse zu spielen heist meistens von allen gefürchtet oder gehasst zu werden. Das gibt mir nichts. Was bringt es mir über die Galaxy zu Herrschen wenn ich keine Freunde habe.
Zu live ist Strange: für mich war die Entscheidung am Ende des Spieles so unendlich schwer und gleichzeitig so einfach bzw. klar. Die Zerstörung der Stadt in kauf zu nehmen um Cloes lebe zu retten wäre für mich ganz klar „die böse“ Entscheidung gewesen. Es wäre egoistisch gewesen so viel Leid und Zerstörung hin zu nehmen um ein einziges Leben zu retten. Unter Tränen habe ich damals Cloe Lebewohl gesagt und alles auf Anfang gesetzt. Als ich viele Jahre später erfahren habe, dass das NICHT das kanonisch Ende ist, war ich fassungslos.
Warscheinlich könnte ich die Folge nochmal hören und würde wieder andere Ideen bekommen. Total cool. Dafür danke. 