Gaming Stories • Der Anfang vom Ende: Game Over

Hallo zusammen!

Früher konnte ein Game Over bedeuten, dass eine halbe oder ganze Stunde Fortschritt einfach weg war. Heute lädt meist schon der nächste Checkpoint, und oft denken wir gar nicht mehr darüber nach, wie sehr sich der Umgang mit Tod und Niederlage in Spielen verändert hat.

In der neuen Gaming Story „Der Anfang vom Ende: Game Over“ geht es um genau diesen Wandel: vom klaren Ende einer Partie über das Continue bis zu der Selbstverständlichkeit, heute meist einfach weiterzuspielen.

Hier geht’s zum Hören und hier zum Lesen.


Was nervt euch nach einem Tod in Spielen am meisten?
  • Lange Ladezeiten
  • Zu weit zurückgesetzt zu werden
  • Eine schwierige Passage komplett wiederholen zu müssen
  • Bereits besiegte Gegner noch einmal erledigen zu müssen
  • Verlorene Ressourcen oder Fortschritt
  • Lange Laufwege zurück zur eigentlichen Stelle
  • Cutscenes oder Dialoge erneut ansehen zu müssen
  • Wieder Ausrüstung, Inventar oder Vorbereitung herstellen zu müssen
  • Mehrfach an derselben Stelle zu sterben
  • Eigentlich nichts davon – gehört für mich einfach dazu
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Und wenn ihr einen besonders nervigen, kuriosen oder legendären Game-Over-Moment im Kopf habt: gerne her damit.

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Mein frustrierendstes „Game Over“ war der Endkampf in DonkeyKong Banaza. Ich hätte ihn ohne Spaß durchgrinden können bis ich ihn schaffe, aber hab es dann nach ca 6 Versuchen gelassen, mein Game Over akzeptiert, das Spiel beendet und nie mehr gestartet.

Nicht aufgrund fehlender Frustrationstolleranz, sondern auf Grund eines frustrierenden Gefühls von Inkoherenz: Ich habe kein Problem damit bei einem Boss in einem ohnehin herausforderndem Spiel wie Elden Ring oder Hollow Knight auch beim 20sten Mal noch zu scheitern. Aber DonkyKong Banaza war für mich von Anfang bis Ende eine wunderbar spaßige flowige Erkundungsreise mit immer wieder neuen Ideen und Herausforderungen. Das hat von vorne bis hinten Spaß gemacht. Der Endboss im krassen Kontrast dazu war einfach nur eine derbe Stressschelle vom GamerGott höchst persönlich. und das so völlig aus dem nichts heraus. Ich merke: Da bin ich immer noch empört drüber :sweat_smile:

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Der Bosskampf vom zweiten Ori-Spiel war eine einzige große Frechheit. Super lang und imho kein Speicherpunkt zwischendrin. Bin auch mit zu wenig Leben rein, tja, kann man dann nicht mehr ändern. Viel zu lange rumprobiert und mich aufgeregt, hätte es gleich auf YouTube anschauen sollen. Weil da sah ich dann, wie völlig crazy der Kampf erst noch geworden wäre.
Geärgert hat mich nur die verschwendete Lebenszeit.
Video geschaut, alles gut, Spiel deinstalliert, erledigt, Haken dran.

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Was ich absolut hasse und was mir jetzt in den letzten ~2-3 Jahren min. zwei Mal passiert ist:

Spiel laesst sich relativ gut und straight durchspielen und dann kommt der finale Bosskampf, der unmoeglich ist. Es wird nochmal mehrstuendiges Grinding vorausgesetzt. Danke nein, fuck off.

So passiert in Metaphor ReFantazio und Unicorn Overlord. Beides auch bei weitem keine kurzen Spielen, selbst wann man sich auf die Hauptquest fokussiert.

Achja, ebenso in einem der alten Final Fantasy Pixel Remaster, ich glaube es war Teil 1.

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Das letzte Mal war zum Glück schon drei Jahre her bei mir.

grafik

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Danke für eure bereichernden Beiträge!

Ein furioses Beispiel aus meiner Historie, das mir immer wieder als Kopfschüttel-Moment in Erinnerung bleiben wird, war damals Sunday Gold. Ein ansonsten echt ganz feines Spiel – bis zum finalen Bosskampf.

Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen spielerischen Freiraum mehr, die Ausgangslage noch zu verbessern. Also musste ich mit den bestehenden Mitteln in diesen Rundentaktik-Kampf rein. Und oh Mann, wie drückt man das noch ausreichend pazifistisch aus: Den Entwicklern gehört der A**** ordentlich versohlt. Die können das nie und nimmer selbst gespielt haben. Daran gibt es keinen Zweifel.

Nachdem ich 30 Stunden darin verbracht hatte, wollte ich das Finale sehen. Es war das zweite Mal in meiner Spielerkarriere, dass ich die Cheat Engine ansetzen musste, um die Health-Points hochzuhalten. Und dieser Kampf war so elendig lang und bestand aus so vielen Phasen, dass er selbst damit kaum erträglich zu machen war.

Was die Entwickler hier beweisen wollten, ist mir bis heute völlig schleierhaft. Und das, was sie dann als Abschluss angeboten haben, stand in keinem Verhältnis zum Aufwand dieses Bosskampfs. Vermutlich wollten sie verhindern, dass man das erbärmliche Ende zu Gesicht bekommt.

Es war sozusagen ein überkommenes Game Over. Ohne technische Hilfsmittel wäre es eines geworden. Ein innerliches Game Over war es aber allemal.

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Dass hier immer nur neumodiger Quatsch erzählt wird… Als Driver-Kind weiß ich, dass es auch mal Spiele gab in dem das Tutorial der Endgegner war und der Rest des Spieles Kinderleicht.

Und hier wird von Elden Ring, Hollow Knight, Ori etc. geredet…Dabei hätte ich ja ausgerechnet von @Faehrmann erwartet, dass er Alt genug ist ,dass er durch die Hölle des Endspieles am Anfang eines Spieles gehen musste.

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Und so ist es auch! Dein Driver ist zwar ein Spitzenbeispiel, aber aus der Perspektive meines jugendlichen Ichs leider ebenfalls schon als neumodischer Quatsch einzuordnen. :grin:

Wer wie ich mal R-Type, Ghouls ’n Ghosts, Rick Dangerous, Shadow of the Beast, Xenon 2 usw. gespielt hat, weiß, dass da nach wenigen Minuten gerne schon Game Over angesagt war. Da konnte man auch eine ganze Weile dran verzweifeln, bevor man überhaupt mal irgendwie weiterkam.

Dachte immer diese Automission in Mafia 1? waere das Ende allen Uebels.

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Aus meinen „jungen“ Tagen erinnere ich mich an Apollo 18 als extrem schweres Spiel, zumindest ohne Anleitung, die mir damals natürlich „verloren“ gegangen ist, nachdem ich eine dezentrale Sicherungskopie erstellt hatte.

Was habe ich als Zehnjähriger geflucht, weil ich es nicht einmal geschafft habe, die Rakete unfallfrei starten zu lassen :see_no_evil_monkey:

Kommentar eines Nutzers:

H.T.W: „Ein äußerst schweres Spiel bei dem schon vielen beim Start die Geduld ausgehen wird, aber wenn die ersten Hürden geschafft sind, werden wohl einige Stunden vergehen, bis man es wieder beiseite legt.“.

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Sorry, aber die waren ja konsequent alle schwer durchgehened. Kein Endboss. Da kannst du ja auch MegaMan erwähnen. Bei Driver wurde aber das Bosslevel als Tutorial verkauft.

Fand die vor dem Patch schon schaffbar. Im Remake lächerlich einfach. #progamer

Ich kann dazu leider nicht viel sagen,weil für mich das einer der größten Scams allerzeiten war, dass ich das Rennen auf anhieb geschafft habe. Wenn ich daran zurückdenke spüre ich direkt wieder die enttäuschung von damals.

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Tolles Thema.

Mein persönliches Kindheitstrauma war auf dem SNES.

Einmal in dem Spiel: Breath of Fire 2. Dort gibt es einen Bosskampf der „eigentlich“ ganz einfach ist. Man kämpft gegen einen absolut übermächtigen Drachen mit seinen Team und der Kampf ist darauf ausgelegt, dass man es mit seinem aktuellen Skillset nicht schaffen kann. Der Gegner sagt immer nur: „This is all I have“ und macht eine sehr möchtige Attacke. Wir haben stundenlag versucht den Kampf zu gewinnen und sind immer wieder gescheiter. Bis wir merkten, dass im Zaubermenü ein Scrollbalken ist, der vorher nicht da war. Wir hatten einen Zauber mehr bekommen (Ein extrem mächtiger Drachenangriff). Dieses muss man exakt einmal ausführen und der Gegner gibt auf… Ja, das war furchtbar.

Hier gibt es ein Video zu dem Kampf. Beachtet wie bei 2:05 der Spieler im Kasten „scrollen“ muss, um die neue Attacke zu finden. Wir haben sie nicht gefunden :smiley:

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Wenn ich das so lese, leide ich nachträglich mit dir. Diese Spielerfahrungen sind mit die übelsten, bei denen man im Nachhinein feststellt, der ganze Schmerz war völlig unnötig.

Geht mir in heutigen Titeln hin und wieder aber auch noch so. Dann lese ich irgendwann in einer Lösung etwas wie „Wähle X aus“ und schreie innerlich auf, weil ich selbst dann noch nicht finde, wo dieses X überhaupt sein soll. Erst nach Recherche „Wo finde ich X?“ macht es dann Klick.

Manchmal steht man natürlich einfach selbst auf dem Schlauch. Aber oft ist es auch Designer-Schwachsinn, der irgendwelche wichtigen Dinge so blödsinnig versteckt, damit alles schön fluffig aussieht.

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Da gibt es ja in der Videospielgeschichte ganz viele Anekdoten. Unvergessen ist die Ziege in Baphomets Fluch, an der Mann einfach nicht vorbei kam. Gott, was hab ich diese Ziege gehasst.

Da fällt mir ein… Baphomets Fluch könnte ich mal wieder spielen :thinking:

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