Wahnsinn im Urlaub

Wir haben ca 23 bis 25 Grad Lufttemperatur und 18 Grad Wassertemperatur. Also durchaus ganz angenehm. Wenn auch eigentlich deutlich zu warm für die Jahreszeit.

Dolomiten

Tag 1

Aschau – Zell am See

Heute mehr Pausenzeit als Fahrzeit, dafür jeglichem Wasser von oben ausgewichen. In Leogang das Rad bei der Waschstation der Downhiller (verwunderte Blicke inklusive) abgespritzt, hat nicht lange gehalten. Im Hotel nochmal dasselbe gemacht. :sweat_smile:
Morgen weniger Kaffee und Kuchen, dafür ordentlich mehr in die Pedale treten. Haha.

Oha, neue Discourse-Version macht jetzt automatisch Grid, wenn man mehrere Bilder gleichzeitig hochlädt.
Dann hat sich das Update von @Adrian doch gelohnt. :blush:

3 „Gefällt mir“

das ist in der tat ein ziemlich geiles feature.

und ich sehe gerade, dass ich sogar diesmal Discourse manuell updaten muss. mal schauen wann ich das mache, vielleicht einfach morgen frueh waehrend alle ausser @das_sz schlafen.

2 „Gefällt mir“

Dolomiten

Tag 2

Zell am See – Lienz

Etwas dicke Beine, dafür wortwörtlich umso dickeren Hals (linksseitig), dank dem sticheligen Brummer auf der Abfahrt. Na, danke!
Das wunderschöne Parkhaus habt ihr ja schon im anderen Thread anschauen können. Der Rest ist eben bekanntes Großglockner-Bildmaterial.

PS: Ich wählte eben 16 Bilder aus, Fehlermeldung, weil maximal sind nur 15 erlaubt. :pensive:

Tag 3

Lienz – Cortina d’Ampezzo

In Richtung Staller Sattel war plötzlich eine nette Rennradfahrerin bei mir im Windschatten, wie ich erst später festgestellt habe. Dachte nämlich, dass das jemand aus unserer Truppe ist. Ich elendig vorne im und mit Gegenwind und leicht bergauf.
Kaum ging der Anstieg los, fuhr überraschend ein lila Rad und lila Trikot an mir vorbei. :flushed_face: :rocket:
Ich ans Hinterrad und tja, was man anfängt, muss man beenden. Also nicht abreißen lassen, sie oben: „Stark gefahren“ Danke, für den Dauerintervall. :zany_face:
Ich möchte nicht verschweigen, dass sie imho noch relativ normal geatmet hat, einen halben Riegel essen konnte und zwei Bilder während dem Fahren gemacht hat. Ich war froh, als ich mal zum Trinken kam, ein paar Schlücke Wasser. Alter!
Der Dank waren 8 Minuten Wartezeit an der Ampel, als die nächsten von uns oben waren, nur noch 2 Minuten.

Tag 4

Cortina d’Ampezzo – Corvara

Heute eine deutlich kürzere Runde als gestern, morgen ähnlich kurz. Dafür immer zügig bergauf gefahren.
Leider auch am Grödnerjoch zum Schluss zügig bergab, und somit Wout van Aert in Gegenrichtung übersehen. :sob:
Außer Passschilder kann er nichts fotografieren, und die nicht mal in schön. Hier also meine Bilder. :squinting_face_with_tongue:

Tag 5

Corvara – San Martino di Castrozza

Seit 17:58 Uhr gewittert es hier im Zielort heftigst. Als ob ich es gewusst hätte, bin ich einfach die normale Runde mitgefahren. Zwei von uns wollten mehr, sie bekamen mehr. Passo Duran war wegen Asphaltarbeiten gesperrt (kein Google Maps oder Michelin zeigten die Sperrung vorab an) und somit radelten sie alles wieder zurück und auf unserer Route weiter. Hölle.
Manchmal muss man einfach Glück und/oder Verstand haben. Zumindest wurden sie gut eingeweicht, Vorwäsche, geht der Schmutz leichter ab. :smiling_face_with_horns:
Fototechnisch heute überschaubar.

Tag 6

San Martino di Castrozza – Bassano del Grappa

Wegen Gewittergefahr ab 14 Uhr auf dem Monte Grappa haben wir den Abstecher zum Passo di Brocon ausgelassen. Die Nordauffahrt von Caupo zum Monte Grappa allein war bei der schwülen Hitze auch anstrengend genug. Oben mal wieder kaum bis keine Sicht, eine einzige Enttäuschung. :grimacing:
Die nächste Enttäuschung war, dass unser Hotel keine offene Bar am Nachmittag hatte. Somit gab es erstmal kein Schmutzbier.

Wegen der vielen Wolken also heute so gut wie keine Bilder.

2 „Gefällt mir“

Österreich

Tag 1

Innsbruck – Zürs

Vielleicht hätte ich bei dem Wetter direkt mit dem Rad wieder nach Hause fahren sollen, soo weit weg wäre es gar nicht mehr gewesen, 90 km vom nähesten Punkt. :grin:
Dreimal wurden wir ordentlich nass, irgendwann bin ich einfach mit zwei Jacken übereinander weitergefahren. Gefühlt hat das nichts gebracht. Rad ist wieder sauber geputzt. Ab morgen sollte es trocken bleiben. :crossed_fingers:

Tag 2

Zürs – Landeck

Heute mal etwas entspannter beim Frühstücken. Weil Abfahrt planmäßig um 9:00 Uhr. Gestern 8:30 Uhr, und das im Urlaub!
Kein Regen und angenehme Temperaturen. Unser westlichster Punkt der Tour wurde heute kurz vor Bludenz erreicht, leichte Heimatgefühle kamen auf, obwohl selbstverständlich immer noch in Österreich unterwegs. Das Zeinisjoch auf der kleinen Nebenstraße hochzufahren ist schon sportlich, also gnadenlos steil. Die Durchschnittssteigung kannst da vergessen, weil ein Flachstück drin ist. Eigentlich würde die Tour über die Silvretta-Hochalpenstraße zur Bieler Höhe führen. Doch da durch Unwetter in 2025 die Straße schwer beschädigt wurde, werden nun bis voraussichtlich 2030 dort Galerien gebaut. Deshalb Zeinisjoch und oben Kaiserschmarrn. Anschließend ein kurzer Abstecher von der anderen Seite zur Bieler Höhe.
Dann nur noch bergab bis zum Hotel. Fast. Kurz vor Landeck noch 3 km eine kleine Höhenstraße hoch. Keine Chance gegen unseren schnellen Thomas, ich bin der „langsame Thomas“. Aber fast Zweitschnellster. Die beiden trickse ich schon noch aus: irgendwie, irgendwo, irgendwann. :hot_face:

Tag 3

Landeck – St. Leonhard in Passeier

Heute wie schon an beiden Tagen zuvor genau 133 km, die Tour der 133, jedoch diesmal mit knackigen 3200 Hm.
Fast direkt vom Start weg hoch auf die Piller Höhe. Nix pillepalle sondern 800 Hm am Stück. Tolle Aussicht dort oben. Der schnelle(re) Thomas mit Problemen an seinem linken Pedal, also schnell in Oetz im Radladen was Neues gekauft. Nun ohne Leistungsmessung unterwegs und nur nach Gefühl fahren. Meine Chance anzugreifen? Nö, nicht wirklich.
Die Anfahrt zum Timmelsjoch in Richtung Sölden durch das Ötztal zieht sich elendig hin. Von dort, Sölden, startete 2012 meine allererste einwöchige Alpentour, und das Timmelsjoch war somit mein allerallererster Alpenpass überhaupt mit dem Rad. Wie die Zeit vergeht. 2010 und 2011 fuhr ich nur im Schwarzwald herum und war zufrieden. Da konnte ich mir noch nicht vorstellen, in den richtigen Bergen herumzufahren. Weil: werde ich nie machen, völlig bekloppt, brauche das nicht, Schwarzwald reicht, …
Tja!
Damals sind wir oben bei mittleren einstelligen Temperaturen und leichtem Schneegraupel angekommen, schnell rein in die Hütte und aufgewärmt. In Erinnerung als ob es erst gestern war. Diesmal richtig warm und etwas nerviger Gegenwind. Und fünf oder sechs in der Wiese neben der Straße betende Motorradfahrer. Auf gut 2200 Metern Höhe ein eher ungewohnter Anblick.
Schöne kurvige Abfahrt mit kurzer ansteigender Höhenstraße, kennt man, bis zum Hotel.

Tag 4

St. Leonhard – Bruneck

Vom Hotel etwas nach unten gerollt, kam mir gleich viel zu wenig und kurz vor, weil ein Teil der Gruppe den Anstieg zum Jaufenpass auch wegen Strava komplett am Stück fahren wollte.
Erste skeptische Blicke von ein paar Touristen am Straßenrand: „Habt ihr euch verfahren?“
Ich: „Nö, wollten nur komplett von unten fahren“
Sie: „Jetzt nochmal runter und hoch?“
Ich: "Nö, jetzt geht’s nur noch hoch’
Natürlich waren wir nicht ganz unten, wie sich später rausstellte. Naja, egal.
Unser motivierter aber nicht ganz ausdauernder Ausreißerkönig wurde von der Spitze bei Kilometer 10 vor Passhöhe gestellt, von mir bei Kilometer 5. Die letzten gut 2 Kilometer war ich endlich top motiviert und am Anschlag, um wenigstens noch Platz 3 zu holen. War auch gut so, weil somit auch unser Guide ganz knapp nach mir ankam. :blush:
Nach der Abfahrt vom Pass und unserer Mittagspause, konnte ich unseren besten Mann auf einem kurvigen und welligen Fahrradweg etwas ärgern. Er mag es einfach nicht, wenn er nicht vorne ist. :rofl:
Danach gab’s unterwegs liebevoll zubereiteten Eiskaffee mit Rosinen (ja!). Wild, aber gut. Zum dritten Mal kurz vor dem Zielort eine unnötige Höhenstraße hochgeballert, nicht gefahren!

Tag 5

Bruneck – Heiligenblut

Déjà-vu zum Ersten. (Tag 3)
Ich kam mir heute morgen vor wie Evenepoel bei seinem Tour-Etappensieg: ganz schlechtes Gefühl und schwere Beine. :face_with_bags_under_eyes:
Wer den obigen Teaser aufmerksam studiert, wird merken, dass ich schon wieder am Antholzer Stadion vorbeigekommen bin. Nur eben in anderer Fahrtrichtung zum Stallersattel, Italien → Österreich. Der kurze Gastbesuch im Land der exquisiten Espressi ist nun vorbei. :pensive_face:
Den letzten Café Doppio gab es dank roter Ampel direkt vor dem Anstieg. 28 Minuten Zeit. Die Enzianhütte dort ist auf Akkord getrimmt und hat unsere scheinbare Riesenbestellung, von ungefähr 20 Personen, innerhalb weniger Minuten inklusive Bezahlung „weggelächelt“. :joy:
Grüne Ampel, alle Fahrzeuge vorbeigelassen und los ging’s. 3,5 km Vollgas. Danach in der Gruppe in Richtung Lienz trotz Gegenwind in Rekordtempo gefahren.
Den Iselsbergdreckspass in absurder Hitze hochgeeiert. Letzter Kaffeestop, 22 km das Tal bergauf bis Heiligenblut. Letzte 3 Kilometer war „Freigabe“. Zweiter am Hotel. Mein einziges Ziel für morgen: Erster (oder eben vor dem anderen Thomas) an der Edelweißspitze, das Dach unserer Tour, egal wie! :smiling_face_with_tear:
Vielleicht sollte ich in der Nacht seine Laufräder und den Rahmen mit Sand füllen? :thinking:
Er ist der Mann, der an der Ampel steht.

Tag 6

Heiligenblut – St. Johann in Tirol

Déjà-vu zum Zweiten. (Tag 2)
Zweimal innerhalb von knapp vier Wochen zum Gletscher und auf die Edelweißspitze hochfahren ist schon bekloppt, vor allem da ich den Abzweig zur Franz-Josefs-Höhe bisher immer rechts bzw. links liegen gelassen habe. Kann den „Hügel“ die nächsten Jahre nicht mehr sehen. :joy:
Erster auf der Edelweißspitze war ich natürlich nicht. Haha. Trotzdem gab es für mich oben einen leckeren Germknödel, da wir wegen aufziehendem Regen eine spontane Pause eingelegt hatten. Für die Abfahrt dann zwei Touri-Prospekte/Heftchen unter das Trikot gesteckt, sicher ist sicher, weil ohne Windjacke unterwegs gewesen. :cold_face:
In der Abfahrt kein Regen mehr von oben, dafür starker Wind und stellenweise nasse Straße. Etwas schade, man hätte sonst deutlich schneller runterfahren können.
Unten in Bruck war wieder brutale Hitze und deshalb schnell die aufgeweichten Werbeprospekte entsorgt.

Tag 7

St. Johann – Innsbruck

Die heutige Option zum Kitzbühler Horn haben alle dankend abgelehnt. Am letzten Tag wäre das ein hartes Brett geworden, 10 km und 1270 Hm. Von wegen Gruppe 1 fährt immer die längere und härtere Variante der Strecken. Diesbezüglich hatten wir ja schon am ersten Tag „geschwächelt“ und verkürzt. Dank Thomas der Lokomotive (nicht ich :smiling_face_with_tear:) wurde heute zeitweise nicht unter 45 km/h im Flachen gefahren, brutaler Typ. Somit lag der Schnitt dann bei 30,9 km/h. Alle sind sturzfrei angekommen. Sehr schön. :slightly_smiling_face:


3 „Gefällt mir“

Schon wieder die nächste Tour, oder wie?

Gibt es auch ein Bild von Dir mit drauf?

Ja, und vielleicht, mag keine Selfies. Aber ein Gruppenfoto wird sich finden. :smiley:

So …
Hintere Reihe achte Person von links, rot-weißer Helm. War gestern bei unserem Start in Innsbruck.

Letzte Tour für dieses Jahr, danach die Form über den August retten und im September noch zwei Radmarathons. Dann endgültig Ende! :upside_down_face:

4 „Gefällt mir“

Finde das so richtig krass muss ich sagen. Ich komm aktuell leider kaum zum Trainieren.

1 „Gefällt mir“

Danke, ist auch wirklich anstrengend, bei dem Tempo welches in Gruppe 1 gefahren wird. Haha.

Streckenübersicht gibt es hier: Österreich-Rundfahrt vom 25.07.2026 bis zum 01.08.2026 - Die Strecke der geführten Rennradreise mit quäldich.de

Und da unser Tourguide und Reiseleiter den Blog pflegt, noch mehr Text alternativ zu meinem knappen Geschreibsel: Österreichnassfahrt 2026

Blog sollte auch täglich aktuell sein.

2 „Gefällt mir“

Wie lange braucht Ihr denn immer so für eine Etappe?

Fahrzeit zwischen vier und sechs Stunden. So ungefähr.

Teamwork!


1 „Gefällt mir“

Nachschlag.
Der junge Pogi konnte ja gar nix. Ich hatte einen zu dicken Gang drin und bin geplatzt, trotz zwischenzeitlicher Führung und 1049 Watt Spitzenleistung. :rofl:
Zumindest meine Mitfahrer konnte ich zu guter Leistung antreiben.

2 „Gefällt mir“

1000 Watt Spitzenleistung??? Das ist doch krank! :exploding_head:

Nö, ist ja nur ganz kurz, also im schlechtesten Fall eine Sekunde, einige Sekunden gehen schon 800 Watt als Hobbyradler. Das ist dann immer der Zeitpunkt, wenn beide Räder ganz kurz in der Luft sind, weil man im Wiegetritt bergauf reintritt wie ein völlig Bekloppter. Sollte eben die Kuppe dann auch zu Ende sein. :face_with_peeking_eye:
Bin ja relativ leicht, da ist es schwierig, noch mehr zu treten.

Muss mir mal morgen, wenn ich wieder zu Hause bin, die Daten anschauen. Haha.

Screenshot 2026-08-02 231354

3 „Gefällt mir“