Eigentlich wollte Simon nur ein kurzes Rollenspiel spielen und ist dann in die ihm bis dato unbekannte Welt der Spiele von David Cage gelandet. Danach hatte Simon Redebedarf über Detroit: Become Human. Nach zahlreichen Entscheidungen beim Kampf der Androiden für die Freiheit von den Menschen spricht er mit Jan, der das Spiel zuletzt direkt nach Erscheinen gespielt hat und eine neue Runde auf dem Steam Deck gestartet hatte.
Das war eine schöne Folge, die ich mir gestern Nacht angehört habe.
Manchmal gar nicht so schlecht, wenn man schreckhaft wach wird und dann eine Beschäftigung braucht
Ich habe Detroit: Become Human nicht gespielt, aber trotz der Spoiler habe ich jetzt noch Lust es nachzuholen. Auch weil man in eurem Gespräch ja merkt, wie unterschiedlich sich einzelne Szenen doch anfühlen können.
Von den Crystal Dynamics Spielen habe ich nur Heavy Rain damals nach Release gespielt und fand das ähnlich toll wie Jan. Auch wenn die Logiklöcher zum Teil zum Haare raufen sind und (mild spoiler) ich es hasse, wenn plötzliche Twists nicht erkennbar gewesen wären. Also das ich sie nicht immer erkenne, geschenkt…aber im Nachgang sollte man sich das doch zusammenreimen können und das war da einfach nicht möglich.
Trotzdem war es eine tolle Spielerfahrung (ja ich bin Team “Filme mit QTE sind Spiele” haha) und ich habe eigentlich Lust die anderen Spiele des Studios nachzuholen.
Das von Jan angesprochene As Dusk Falls habe ich vor zwei Jahren oder so gespielt und fand es sehr, sehr gut! Die Geschichte war spannend, der Grafikstil hat mir sehr gut gefallen und man konnte an dem verästelten Ablaufsplan am Ende eines Levels schon erkennen, das Entscheidungen wichtig waren.
Ich bin da selber auch kein Fan die Spiele mehrmals zu spielen um andere Enden zu entdecken, finde ihr habt Recht wenn ihr sagt, dann würde man sich die Dynamik zu sehr offenlegen. Lieber weiter Denken jede kleine Entscheidung sei gleich wichtig
Von den Horrordingsspielen habe ich nur den ersten Teil Until Dawn gespielt. Sehr spaßig und dumm. The Quarry liegt hier immer noch rum, sollte ich auch mal angehen.
Danke für einen Cast, der mir Freude auf ein Spiel macht.
Ich hab vor David Cage Spielen bisher einen großen Bogen gemacht und bin bisher eigentlich sehr gut damit gefahren, mal schauen, ob mich dieser Podcast umstimmen wird. Hatte bisher immer das Gefühl der macht so pseudo-schlaue Spiele
Also Detroit: Become Human ist nicht pseudo schlaue. Ich würde es aber auch nicht als intelligent bezeichnen.
Es ist halt ein moralisches Spiel. Und diese Moral schwebt über allem und ist fordernd für den Spieler, weil “richtig” und “falsch” stark verwaschen.
Finde es tatsächlich sehr spielenswert und glaube auch, dass es über die Genregrenzen hinaus zu empfehlen ist. Ich denke jeder kann bei dem Spiel etwas mitnehmen.
Ich kenne die Spiele kaum. Hatte von außen immer das Gefühl solche „moralischen“ Entscheidungen werden ziemlich aufgezwungen und finden nur auf so ner eher plumpen Individualebene statt. Klar gibt es oft aus verschiedenen Perspektiven kein einfaches richtig/falsch, dass kann man schon auch mal in einem Spiel erfahrbar machen. Wirklich spannend ist meiner Meinung nach aber die systemische Ebene, so wie sie in anderen Spielen erlebbar wird.
Ich bin bei sowas auch eher sensibel und mag die Moralkeule nicht, wenn sie zu sehr geschwungen wird. Finde aber, dass sie es bei Detroit wirklich gut hinbekommen. Ich hab es nie moralisch aufgezwungen wahrgenommen oder noch schlimmer, dass die Moral und Ethik als Mittel zum Zweck herab gewürdigt wurde.
Ich finde es wurde einfach eine sehr plausible, moralische Geschichte erzählt, in der man eben selbst durch seine Entscheidungen Einfluss nehmen kann.
So geil das (angehende) Ende mit Connor vs. Markus war, so sehr hätte ich mir das „gute“ Ende für Connor in meinen Run gewünscht. Aber ich hab’s verbockt. Ich hab ihn auch voll loyal gespielt, weil das halt zu seinem Charakter passt: ist nen superkorrekter Polizist, warum soll ausgerechnet er rebellieren? Und bei dem Duell muss man sich entscheiden. Freiheit oder Connor und da hat dann bei mir doch die Freiheit gewonnen, obwohl Markus der blasseste Charakter ist.
Having said this… das macht Detroit wirklich gut und wird im Podcast auch gut ausgearbeitet: die Verbindung zu der Story und den Charakteren ist schnell da. Man fühlt mit diesen Maschinen und will ihnen die Freiheit gönnen.
Having said this… das macht Detroit wirklich schlecht: manche Folgerungen der Entscheidungen sind nicht transparent und eine falsche Entscheidung und dahin ist das gute Ende.
Having said this… das macht Detroit genial: Entscheidungen haben nun mal unvorhersehbare Konsequenzen. Und Detroit hat die Balls unangenehme Enden geschehen zu lassen. Ich hab mir direkt nach den Durchspielen direkt alle Enden gegeben: https://youtu.be/t51pGNvYM0c (massive spoilers! duh!) Und boy oh boy oh boy da sind unglaublich viele frustrierende dabei, insbesondere die ganzen Enden in dem Roboter „Konzentrationslager“. Diese Enden, wie die gesamte Szene, gehören zu den stärksten des Spiels. Und im Zweifel bietet das System ja auch einzelne Szenen neu zu Spielen, man muss nicht komplett von vorne anfangen.
Oh wirklich? Vielleicht mach ich das an der einen Stelle um diese Lücke zu füllen.
Ich bin mit meinen Enden irgendwie ganz zufrieden. Außer das mit Kara natürlich. Das wird mich glaub ich ewig verfolgen… Aber gut, der Rest war ziemlich straight forward das was ich wollte.
Also, selbst nicht probiert, aber du kannst die Kapitel aus dem Menu durchgehen und dann auch neu starten (ggf. das ganze Kapitel(?), wie gesagt nie wirklich benutzt/probiert).
Noch ein Nachtrag: Als nächstes Cage Spiel kann ich wirklich nur Heavy Rain empfehlen. Hab ich auch erst kürzlich zum ersten mal durch und ist grafisch erstaunlich okay gealtert. Die Leute regen sich natürlich über die massiven Logiklöcher auf und das Ende, oh my, das Ende… aber der Weg dahin ist ähnlich packend.
Es ist schon einige Jahre her, dass ich Detroit: Become Human gespielt habe. Der Cast deckte sich mit vielen meiner eigenen Erinnerungen, die währenddessen so Stück für Stück zurück kamen. Das Spiel war/ist schon eine gefühlsmäßige Achterbahn. Es ist gerade auf meine Wiederspielliste gerutscht.
Ich weiß noch, dass ich damals im Anschluss gleich auch Beyond: Two Souls gespielt habe, was ich wärmstens empfehlen kann.
Also ich habe das Spiel bisher nicht gespielt aber eure Folge ist echt Klasse.
Aus Familienvater Sicht kann ich sehr gut nachvollziehen, das einen manche Szene aus der Bahn werfen kann. So geht es mir manchmal mit True crime Podcasts wenn Kinder mit drin hängen.
Ich wollte mich nur bei euch bedanken für diese wunderbare Podcast-Episode! Ihr habt das ganz toll besprochen und ich konnte eurem angenehmen Gespräch sehr gut folgen. Da ich auch am liebsten über Interpretationen und subjektive Beziehungen zu Videospielen spreche, fühlte ich mich bei euch sehr gut aufgehoben. Ich bin nun neugierig auf das Spiel geworden, möchte aber zunächst Heavy Rain spielen, weil ich das bereits in meiner Bibliothek habe. Auf Detroit komme ich aber (auch dank euch) ganz sicher zurück. Ganz lieben Dank!
Ich glaube man hat gemerkt, wie stark das Spiel nachgehallt hat bei uns - bei mir jüngst und bei @yollum selbst nach so vielen Jahren.
Ich mag es tatsächlich auch viel lieber, wenn weniger “sachlich” über Spiele gesprochen, wird und mehr persönlich. Die Ojektivierung von Spielen in Reviews hat natürlich für den Games Journalismus auch seinen Wert, aber für mich - sowohl als Hörer, als auch als Podcaster - ist es viel spannender zu erfahren, was denn bei wem warum “klickt”.
Und Detroit hat bei mir nicht nur gekllickt sondern einmal kräftig mit dem Hammer auf die Tasten gebollert
Heavy Rain habe ich jetzt auch auf die Liste genommen, möchte aber tatsächlich Detroit erst noch nachwirken lassen.
Ja, das kann ich nur unterschreiben. Zum Release hätte mich das als menschliches Wesen natürlich auch mitgenommen, aber keinesfalls so heftig, wie jetzt als Vater. Ich denke da liegt auch die riesige Stärke des Spiels - jeder muss es anders erleben und spielen, denn auch wenn wir Androiden steuern, so führen wir sie ja als menschliche Spieler. Und diese Assoziation wird uns immer zusätzlich beeinflussen.
Wobei man ja sagen muss das Spiele Tests selten wirklich objektiv sind.
Aber es ist schon so, das jeder ein Spiel anders erlebt. Sieht man auch gut an der Disco Elysum Diskussion, einige feiern das Spiel selbst nach längerer Zeit noch. Und ich tue mich damit einfach schwer.
Hm, jetzt bin in ich wirklich neugierig, hatte leider bisher noch keinen Platz zu hören. Jetzt bin ich aber am überlegen, ob ich nicht das Spiel kaufe und den Podcast nicht höre, um ein frisches Erlebnis zu haben. Eure Meinung?
@DerJan Disco Elysium ist für mich auch ein totales Rätsel.
Würde definitiv empfehlen, das Spiel so unbeeinflusst wie möglich zu spielen. Sicher, durch die vielen möglichen Handlungen, wird man nicht vollständig gespoilert, aber ein bisschen lässt sich nicht vermeiden.
Außerdem dauert das Game nur 8-12 Stunden (ich hab 10 gebraucht). So lange hat der Podcast noch Zeit